Design und Konstruktion
Fairlie kam aus dem Wohnwagenbau zu den Yachten, und diese Herkunft ist spürbar: Die Innenraumaufteilung wurde stark von den damaligen Wohnwagentrends beeinflusst, und die Ausstattung erwies sich, wenn auch nach modernen Maßstäben grob, als funktional und robust. Der Rumpf wurde extrem dick im massiven GFK-Laminat mit einer Schneidpistole auf einer Negativform laminiert, was eine Innenfläche hinterließ, die kaum Nachbearbeitung erforderte. Die Inneneinrichtung bestand aus Sperrholz, das einlaminiert war. Mit diesem Bauansatz war der Clansman wohl eine der stärksten Serienyachten, die in Australien gebaut wurden, und gehörte zu den ersten Serienyachten aus GFK im Land. (1)
Das Deck ist aus GFK mit einem Sperrholzkern gefertigt und mit einer Überstandkante geformt, die nach oben biegt, um im Rumpf zu liegen. Sobald es verklebt und einlaminiert wurde, ist die Verbindung unter einer maßgefertigten Vinylprofilleiste verborgen, die das übliche Leckagepotenzial von Deck zu Rumpf abdichtet und gleichzeitig als Schlagregal dient. Einige Boote wurden mit einem Geräteträger am Niedergang anstelle einer Schiebeluke ausgeliefert; diese Entscheidung vereinfachte die Konstruktion, bewahrte die Stärke der Schotten und eliminierte eine weitere Leckquelle.
Rigg und Handhabung
Der Mast ist an Deck gesteppt auf einem Aluminiumträger, der über den beiden Hauptinnenwänden liegt, was eine solide Basis bietet und gleichzeitig einen freien Durchgang zur Vorschiffskabine ermöglicht. Das Vorstag ist sauber durch den Rumpf gebolzt, wobei der Befestigungsbolzen in einer bronzenen Thistle-Form verdeckt ist, die als Bugdekor dient. Wanten und Achterstag sind mit U-Bolzen durch das Deck verbunden, was Schrauben im Rigg überflüssig macht; diese U-Bolzen verwenden eine komprimierbare Dichtungsmanschette, die festgezogen werden kann. Eigner berichten, dass die Decksbeschläge der U-Bolzen selten undicht werden. (1)
Viele Clansman 30 verließen die Werft mit einem Außenborder, der in eine Aussparung der hinteren Plichtbank eingebaut war und abnehmbar sowie unter der Plicht verstaut werden konnte – ein Layout, das später von anderen Serienyachten kopiert wurde. Das Boot trägt 3.360 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 9.020 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 37,25 Prozent entspricht. Dies erklärt zum Teil den Ruf des Bootes als außergewöhnliches Seeschiff, das auch unter widrigen Bedingungen die Zeit überdauert hat; so absolvierte Boot Nummer 7 die Überfahrt von Australien zur US-Ostküste. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Einfluss der Karavans unübersehbar. Ein Sofatisch lässt sich absenken und bildet so eine Doppelkoje, und Schiebetüren schließen die Toilette, die Vorschiffskabine, den Kleiderschrank und die Hauptkabine voneinander ab. Frühe Rümpfe nutzten unter einer Bankplatte eine tragbare Esky anstelle einer eingebauten Kühlbox. Das Ergebnis ist eher handwerklich als elegant, aber die Volumina sind für ein 30-Fuß-Boot dieser Zeit durchaus vernünftig.
Das Fazit
Die Clansman 30 ist eine solide gebaute, schmale australische Fahrtenyacht mit einer echten Hochseehistorie und einer noch aktiven Klassenvereinigung. Ihr aus dem Wohnwagen abgeleitetes Interieur ist veraltet, aber praktisch, und die Details der Takelage waren für die Mitte der 1960er Jahre ungewöhnlich durchdacht. Für einen Käufer, der eine einfache, robuste 30-Fuß-Klassiker mit lokaler Herkunft sucht, lohnt sich ein sorgfältiges Gutachten.
Vorteile
- Extrem dickes, massives GFK-Rumpf; eine der stärksten australischen Serienyachten ihrer Zeit
- Deck-Rumpf-Verbindung und U-Bolzen-Rigg konstruiert für maximalen Wasserschutz
- Bewährte Hochseetauglichkeit, einschließlich einer Überquerung von Australien zur US-Ostküste
- Aktive Klassenvereinigung unterstützt Eigner aktiv
Nachteile
- Der Innenausbau ist nach modernen Maßstäben eher grob
- Frühe Boote verfügen über keine eingebaute Kühlbox, sondern nutzen stattdessen eine tragbare Esky








