Design und Konstruktion
Catalina Yachts baute die 16.5 überwiegend aus GFK mit einem festen Rumpf und Deck und bot sie entweder mit Schwert oder als fester Flossenkiel an. Das Boot hat keinen Ballast, was typisch für eine leichte Gleitjolle ist, die von einer kleinen Crew aufgerichtet und gesegelt werden soll, anstatt durch Bleiballast kieloben gehalten zu werden. Ein am Spiegel aufgehängtes Ruder hält die Steueranlage einfach und zur Inspektion frei zugänglich, während das 7/8-Slup-Rigg einen eloxierten Mast und ein Baum trägt. Mit einer Breite von sieben Fuß und einer Masthöhe von knapp unter 23 Fuß über der Wasserlinie ist der Rumpf für seine Länge breit gebaut, und die Segelfläche von 150 Quadratfuß treibt ein Boot an, dessen Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) bei fast 50 liegt und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 42 erreicht – Werte, die eine lebendige, leicht anspringende Plattform kennzeichnen. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg und die Rollfock machen das Segeln mit kleiner Crew praktisch, und die ab Werk montierten Ausreitgurte ermöglichen es der Crew, sich auszustrecken, um den leichten Rumpf flach zu halten. Ein kleiner Außenborder kann für Hafenmanöver nachgerüstet werden, obwohl das Boot im Grunde ein reines Segelboot ist. Die Schwertversion hat bei aufgeholtem Schwert einen Tiefgang von kaum einem halben Fuß und über vier Fuß bei abgesenktem Schwert, was Trailerseglern den Zugang zu flachen Rampen ermöglicht und unter Segeln für mehr lateralen Widerstand sorgt. Eine selbstlenzende Plicht und ein eingebauter Auftriebsschlauch zeugen von einer Konstruktion, die darauf ausgelegt ist, Wasser schnell loszuwerden und auch bei Kenterung auf dem Wasser zu bleiben.
Unterbringung
Dies ist kein Kabinenboot. Das Design bietet Platz für bis zu vier Erwachsene, aber als Freizeitjolle ist der Raum eher eine offene Plicht mit Sitzgelegenheiten als geschlossene Kojen. Die selbstlenzende Plicht und die integrierte Auftriebsunterstützung sind entscheidend für das Day-Sailing-Verhalten, während die Ausreitgurte, die Rollfock und die eloxierten Sparglieder die wesentliche Werftausstattung bilden.
Bekannte Schwachstellen
Die bekannten Fakten – GFK-Rumpf und -Deck, Spiegelruder, Schwert oder Flossenkiel, kein Ballast – beschreiben ein einfaches Boot, dessen größte Hürden für Eigner im routinemäßigen Pflegeaufwand von GFK und Rigg liegen.
Das Fazit
Die Catalina 16.5 ist eine unkomplizierte, leichte amerikanische Jolle von einer Großserienwerft, die eher für Tagestouren und Ausbildung als für das Fahrtensegeln konzipiert ist. Ihr Reiz liegt in der Einfachheit: kein Ballast, der korrodieren kann, ein selbstlenzender und auftriebsstarker Rumpf sowie ein 7/8-Rigg mit Rollfock, das auch von einer kleinen Crew problemlos bedient werden kann. Der Kompromiss sind minimale Unterkünfte und die Abhängigkeit von der Fähigkeiten des Skippers anstatt von der inhärenten Stabilität des Bootes.
Vorteile
- Hauptsächlich aus massivem GFK gebaut, ohne Ballast, der gewartet werden muss
- Selbstausspülende Plicht und integrierter Auftrieb für die Sicherheit
- Schwerttiefgang von 0,42 Fuß ermöglicht einfaches Trailern; abgesenkt auf 4,42 Fuß für das Segeln
- Werft-eigene Rollfock und Ausreitgurte erleichtern das Segeln mit kleiner Crew
Nachteile
- Bietet Platz für vier Erwachsene nur als offenes Boot für Tagestouren, keine Kabine
- Kein Ballast bedeutet eine begrenzte inhärente Aufrichtstabilität







