Design und Konstruktion
Der Rumpf ist im Handauflegeverfahren aus GFK mit Vinylesterharzen gefertigt – eine Methode, die die Werft mit einer einlaminierten Innenschale und einer fünfjährigen Garantie für Gelcoat-Osmose sowie die Struktur des Rumpfes kombiniert. Das Deck ist für hohe Steifigkeit und Gewichtseinsparung mit einem Sandwichkern versehen, die Beschläge sind durchgebolzt auf Gegenplatten montiert und in hochbelasteten Bereichen verstärkt. Ein steiler Vorsteven, eine großzügige Breite, die weit nach achtern getragen wird, und feine Knickspante verleihen der 276 Sport zusätzliche Formstabilität, während das Unterwasserschiff einen tiefen Flossenkiel mit Bleibombe und ein schlankes Spatenruder aufweist, das für eine bessere Kursstabilität am Wind und Manövrierbarkeit sorgt. Es werden zwei Kielkonfigurationen angeboten: ein Flossenkiel mit 5′ 0″ Tiefgang, 2.100 lbs Bleiballast und einer Verdrängung von 6.000 lbs bei halber Last, sowie ein flacher Bulbkiel mit 3′ 8″ Tiefgang, derselben Ballastmenge und einer Verdrängung von 6.300 lbs. Das Spatenruder ist durch die robuste Bauweise gut geschützt und bietet selbst bei geringer Geschwindigkeit hervorragende Kontrolle. (1)
Rigg und Handhabung
Die 276 Sport ist eine 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Selden-Mast und einer nicht überlappenden Fock, die für einfache Trimmeinstellungen und minimale Arbeit an den Winschen ausgelegt ist. Alle Segelkontrollen sind nach achtern geführt, der Traveller sitzt auf dem Kajütdach, um das Cockpit frei zu halten, und ein Einleinen-Großsegel-Reffsystem, interne, dehnungsarme Fallen, ein 24:1-Achterstagspanner und ein fester 4:1-Baumfalle machen ein sicheres Einhandsegeln problemlos möglich. Das Boot ist so konzipiert, dass es sich wie eine größere Yacht segelt, und erweist sich in vielerlei Hinsicht als erfolgreich: Es beschleunigt schnell, reagiert direkt auf das Ruder und läuft bei mäßigem Wind am Wind sehr kursstabil. Bei 10–15 Knoten Wind erreicht sie komfortable Marschgeschwindigkeiten von 6–7 Knoten, läuft ohne übermäßige Luvgierigkeit aus, krängt berechenbar und läuft stabil durch Wenden. Breite Achtersektionen verleihen ihr etwas Gleitfähigkeit auf raumen Kursen – ein Schritt weiter als herkömmliche Küstenkreuzer ähnlicher Länge –, und der Rumpf meistert Kabbelwasser und moderaten Seegang mit viel Selbstvertrauen. (1)
Unterbringung
Unter Deck behält die 276 Sport einen sauberen, minimalistischen Innenraum, der Funktionalität in den Vordergrund stellt, ohne spartanisch zu wirken. Eine V-Koje im Vorschiff und zwei Sofakojen bieten Übernachtungsmöglichkeiten für ein Paar oder einen Einhandsegler mit Platz für gelegentliche Gäste. Die separate, geschlossene Nasszelle an Backbord verfügt über eine öffnende, verglaste Luke, eine Schüssel und einen Waschtisch mit Frischwasserpumpe und Seeventil-Entlüftung, eine selbstständige Toilette mit Fäkalientank und einen feuchten Stauraum. Die kompakte Pantry bietet einen einflammigen Herd, eine Spüle und Stauraum; LED-Beleuchtung, ein mit Ahornholz abgesetzter Tisch, massiver Ahorn-Zierleiste und ein Teak-und-Holz-Laminat-Boden komplettieren die Kabine. Die Belüftung wurde gegenüber dem Vorgänger durch öffnende Luken und Bullaugen verbessert. Das Cockpit ist tief und ergonomisch gestaltet mit konturierten Sitzen, einem selbstlenzenden Layout, Sitzkisten und einem offenen Heckspiegel zum Badeplattform; eine hohe Baumfreiheit und ein gut kontrolliertes Schot-Layout reduzieren das Verletzungsrisiko beim Halsen.
Bekannte Schwachstellen
Als relativ neues Modell hat die 276 Sport in den Berichten von Eignern oder Foren keine chronischen Mängel aufgewiesen. Ihre strukturelle Integrität, das Rumpflaminat und die Decksbeschläge haben sich als konstant mit den robusten Standards von Catalina erwiesen. Frühe Rückmeldungen von Eignern weisen zwar auf eine enge Schalttafel für Upgrades oder Erweiterungen hin, Dichtungen der Luken müssen nach einigen Saisons in starken UV-Bereichen eventuell neu eingedichtet werden, und der optionale Außenborder ist anfälliger für Korrosion und arbeitet bei ungünstigem Wind oder Strom weniger effizient als der Einbaudiesel.
Refits und Eignerschaft
Häufige Upgrades durch Eigner konzentrieren sich auf Solarpaneele, am Steuerstand montierte Kartenplotter und Faltpropeller zur Reduzierung des Widerstands. Unter Deck befinden sich die Batteriebank, der Kraftstofffilter und die Wasserpumpe hinter großen Service-Schotten, was den Wartungsaufwand verringert. Zur Standardausrüstung gehören bereits eine elektrische Bilgenpumpe mit Schwimmerschalter, ein Hochwasserwarnsystem und ein Sensar-Bilgenmonitor. Das Boot ist eher für Küstenfahrten als für Langstrecken-Blauwasserpassagen gebaut.
Das Fazit
Die Catalina 276 Sport fasst die Erfahrung von Catalina im Bereich der Küsten-Fahrtenyachten in ein Paket von 27′ 6″ zusammen, das sich wie ein größeres Boot segelt, sich leicht mit kleiner Crew trimmen lässt und einen ehrlichen, funktionalen Innenraum bietet. Sie ist eine vernünftige Wahl für Paare und Einhandsegler, die Regattaspaß suchen, ohne auf Wochenendkomfort zu verzichten – wobei die engen Elektrikpaneele und die Kompromisse bei der Kielform die Aufmerksamkeit des Käufers verdienen.
Vorteile
- Leichtes, direktes Handling mit sicherer Einhand-Segelkontrolle
- Formstabiler Rumpf mit Optionen für Blei-Flossen- oder Flachbulbkiel
- Praktischer, wenig spartanischer Innenraum mit verbessertem Lüftungssystem
- Bestätigte strukturelle Stabilität und Bilgen-Sicherheitssysteme
Nachteile
- Enges Schaltbrett für spätere Erweiterungen
- Lukendichtungen müssen in UV-intensiven Revieren regelmäßig neu eingedichtet werden
- Der Außenborder ist weniger effizient und korrosionsanfälliger als ein Diesel
- Eignet sich nur für Küstenreviere, kein Blauwasser-Schiff








