Konstruktion und Bauweise
Die Apache 41 ist ein Katamaran aus massivem GFK mit einem Schwertkiel-Layout, das als Hubkiel bezeichnet wird. Dies ermöglicht einen Tiefgang von nur 3 Fuß (ca. 0,9 m), wenn die Schwerter aufgeholten sind. Dieser geringe Tiefgang gepaart mit der für den Entwurf angegebenen Verdrängung von 16.000 Pfund (ca. 7,2 t) prägt den Charakter des Bootes: eine schwere, stabile Plattform, gebaut für Langstreckenfahrten und nicht für Regatten. Der Ruf für Stabilität und Sicherheit ist absolut gerechtfertigt, und viele dieser Boote haben Ozeane unter ihren eigenen Kielen überquert. Ein Kenterungsverhältnis von 3,1 und eine Komfort-Ratio nahe 12,65 ordnen sie zu den konservativen Fahrten-Mehrrumpfbooten, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 153 die schweren Rümpfe bestätigt, die Beschleunigung gegen die Standfestigkeit bei hoher Zuladung eintauschen. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Apache trägt ein großzügiges Rigg als Masttoppslup mit einer Segelfläche von 710 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,89 führt. Doch die hohe Verdrängung bremst jegliche Ambitionen auf Geschwindigkeit aus: Das Konzept zeigt aufgrund der hohen Verdrängung nur mäßige Leistung, und ihre Rumpfgeschwindigkeit von knapp über 8 Knoten spiegelt den Widerstand zweier vollständiger Rümpfe wider. Stattdessen bietet sie das sichere Seeverhalten und das berechenbare Verhalten einer breiten Katamaran-Klasse mit voller Stehhöhe im Brückendeck – einer Plattform, die auch bei Krängung stabil und beruhigend im Seegang wirkt. (1)
Unterbringung
Unter Deck war die Apache 41 für längere Familien-Fahrten ausgestattet. Es gibt Platz für acht Kojen, die auf die Rümpfe und das Brückendeck verteilt sind, mit zwei Nasszellen zur Versorgung der Unterkünfte. Die volle Stehhöhe auf dem Brückendeck nimmt das enge Gefühl, das bei kleineren Katamaranen üblich ist, und lässt den zentralen Wohnbereich als echten Salon statt als Durchgang fungieren. Die Breite von 19,5 Fuß verleiht dem Boot ein Volumen, das ein Einrumpfboot ähnlicher Länge nicht erreichen kann, und die Anzahl von acht Kojen bestätigt ein Boot, das für Wochen oder Monate an Bord mit voller Crew konzipiert wurde.
Das Fazit
Die Apache 41 ist ein Familien-Fahrtenkatamaran der 1960er Jahre, der spritzige Leistung gegen Stabilität bei Ozeanüberquerungen, geringen Tiefgang und echtes Volumen eintauscht. Ihre Hubkiele und der auf 3 Fuß erhöhte Tiefgang machen sie in Ankerbuchten zu Hause, die ein tieferes Boot meiden würde, während die solide GFK-Konstruktion und die konservativen Kennzahlen auf einen Entwurf hindeuten, der dafür gebaut wurde, an Bord gelebt und weit gesegelt zu werden. Sie wird keine Regatten gewinnen, aber das war sie nie.
Vorteile
- Gute Reputation für Stabilität und Sicherheit mit zahlreichen Ozeanüberquerungen im Rücken
- Hubkiele bieten einen flachen Tiefgang von nur 3 Fuß für flache Gewässer und einfaches Auskranen
- Platz für acht Kojen und zwei Nasszellen mit voller Stehhöhe auf dem Brückendeck
- Großzügiges Masttoppslup-Rigg und breite Struktur aus massivem GFK
Nachteile
- Nur mäßige Leistung aufgrund der hohen Verdrängung und schweren Rümpfe
- Die Konfiguration mit flachem Schwert ist am Wind weniger effizient als feste Kiele




