Design und Konstruktion
Der Rumpf hat bei einer Länge in der Wasserlinie von 15 Fuß und 9 Zoll (ca. 4,76 m) eine Breite von knapp unter 7 Fuß (ca. 2,13 m), was dem Boot für seine Länge eine ungewöhnliche Formstabilität verleiht. Rezensenten stellten fest, dass der Rumpf breit genug ist, um Stabilität ohne akrobatische Manöver zu bieten, und die breiten, flachen Sektionen im Achterschiff sorgen dafür, dass die 15 bei einer Brise auf raumen Kursen sehr stabil läuft. Mit einer Verdrängung von 600 Pfund (ca. 272 kg) und 250 Pfund (ca. 113 kg) Bleiballast in einem 1-Fuß-8-Zoll-Kiel (ca. 56 cm) ist das Boot leicht genug, um schnell und agil zu sein. Das Ruder hängt deutlich tiefer als der Kiel, was die Ruderkraft in einem so kleinen Rumpf verbessert. (1)
Die Seitendecks sind breit genug für komfortables Ausreiten und verhindern durch ihr Volumen im Falle eines Anker-Kenterers ein Volllaufen des Bootes. Da das K-Modell kein Schwert trägt, gibt es keinen Schwertkasten, der die Plicht einschränkt, sodass eine freie, 2,86 Meter lange Plicht für Crew und Segel zur Verfügung steht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Precision 15 K ist eine einfache 7/8-Slup mit zurückgepfeilten Salingen, einem Mast über der Wasserlinie von 25 Fuß 4 Zoll und einer Segelfläche von 130 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 87 Quadratfuß und eine Fock von 42 Quadratfuß. Ein Traveller für die Großschot und verstellbare Fockführungsrad-Schienen ermöglichen präzise Schotwinkel, sodass eine kleine Crew das Rigg problemlos trimmen kann. Bei leichtem Wind reduziert das Vorschwenken des Crewgewichts nach vorn und das Anheben des Achterschiffs aus dem Wasser die benetzte Fläche und hält sie gut am Wind. Mit einem Portsmouth-Handicap von 96,6 DPN (2006) gehört sie zu den schnelleren Pocket-Daysailern ihrer Größe. (1)
Unterbringung
Es gibt kaum Kojen oder eine eigentliche Kabine zu nennen; die Precision 15 K ist ein reiner Daysailer. Die lange Plicht und die breiten Seitendecks bilden den gesamten nutzbaren Raum, der eher für das Segeln mit der Familie oder den Unterricht als für Übernachtungen ausgelegt ist. Der Entfall des Schwertkastens in der K-Version öffnet den Cockpitsboden – eine durchdachte Entscheidung für ein Boot, das neue Segler an das Segeln heranführen soll.
Bekannte Schwachstellen
Der Bulbkiel ist mit 1 Fuß 8 Zoll geringem Tiefgang ausgeführt, wodurch der Schutz vor Grundberührung minimal ist. Das Ruder reicht tiefer als der Kiel und ist somit das am stärksten exponierte Unterwasserkomponente. Die breiten Seitendecks schützen eher vor Volllaufen als dass sie eine strukturelle Schwachstelle darstellen würden.
Das Fazit
Die Precision 15 K ist ein gelungener moderner Daysailer und Ausbildungsboot ohne unnötige Spielereien. Jim Taylors breiter, flacher Rumpf mit einem festen Flachkiel verleiht ihr Stabilität und Agilität, die eine Familie oder eine Segelschule problemlos nutzen kann. Das erhöhte Cockpit sorgt zudem für ein aufgeräumtes und offenes Innenraumkonzept.
Vorteile
- Große Breite und flachere Achtersektionen sorgen für Stabilität ohne Akrobatik
- Geringe Verdrängung von nur 600 Pfund macht sie schnell und agil
- Langes, kajütfreies Cockpit, ideal für das Segeln zum Erlernen und Tagestouren
- Breite Seitendecks erleichtern das Ausreiten und sind resistent gegen Volllaufen
Nachteile
- Der flache Kiel mit nur 56 cm Tiefgang bietet kaum Schutz bei Grundberührungen
- Das tiefer liegende Ruder ist der am anfälligsten für Schäden
- Eignet sich nur für Tagestouren; keine Übernachtungsmöglichkeit







