Design und Konstruktion
Salanders Rumpf ist als Klinkerbauweise aus Holz auf einem Langkiel-Rumpf mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder ausgeführt. Diese Konfiguration verbindet die klassische Ästhetik von Spanten und Planken mit der Kursstabilität, die ein Langkiel bietet. Der Klinkerrumpf und die solide Bauweise ordnen das Boot fest in die Tradition des Holzboots ein, fernab der später verbreiteten Formverfahren oder Sandwich-Konstruktionen. Ihre Breite von 1,75 Metern und ihr Tiefgang von 0,9 Metern halten sie schlank und flach genug für einfaches Trailern oder den Einsatz in flachen Häfen. Das Immersionsverhältnis von 302,88 Pfund pro Zoll zeigt zudem, wie wenig sie unter zusätzlicher Last für ein Boot dieser Größe einsinkt. (1)
Rigg und Segelplan
Das Junior Folkboat ist als 7/8-Slup getakelt und trägt eine Segelfläche von 14,96 Quadratmetern. Diese Fläche bei einer Verdrängung von 695 kg ergibt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,43, und das daraus resultierende S# von 2,82 ordnet es im moderaten Leistungsbereich ein, der für eine leichte Regattayacht mit fraktionalem Slup-Rigg dieser Ära typisch ist. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 212,56 bei einer Wasserlinienlänge von 4,5 Metern ist sie unbestreitbar schlank; ihre theoretische maximale Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 5,15 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 1,99 und die Komfort-Ratio von 14,46 beschreiben einen steifen Rumpf mit geringem Volumen, gebaut für aufrechtes Segeln und nicht zum Faulenzen. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Dies war nie eine Fahrtenyacht mit Kojen und Pantry; die Bezeichnung KDY 15 m² spiegelt eine Einheitsklassen-Rennidentität wider und nicht den Familienkomfort. Die Breite von 1,75 Metern und die Länge von 5,7 Metern sprechen für ein auf das Cockpit ausgerichtetes Regattaboot, und das 14,96 Quadratmeter große 7/8-Rigg ist auf eine kleine Crew zugeschnitten. Der Spitzname „Juniors Bad“ und der später hinzugefügte Name „Folke“ unterstreichen, dass sie ein Ausbildungsboot und Clubregattaboot war, dessen Attraktivität im Handling und Stammbaum lag, nicht im Innenraumvolumen.
Geschichte und Abstammung
Die Produktion lief nur in der Saison 1929, was jedes überlebende Exemplar zu einem historischen Klassiker macht. Sie ging dem Nordic Folkboat voraus und wurde explizit vom Royal Danish Yacht Club in Auftrag gegeben, bevor dieses größere Design existierte; die Ähnlichkeit war so groß, dass der Name „Folke“ angehängt wurde, um die familiäre Verbindung zu signalisieren. Als KDY 15 Sq.M. trat sie in die dänische Einheitsklassengeschichte ein, und die Bezeichnung „Juniors Bad“ bewahrt den Ursprung aus den Clubregatten.
Das Fazit
Die Junior Folkboat ist ein historisch bedeutsames Vorspiel zur Geschichte des Nordic Folkboat: eine Klinkerplank-Slup mit Langkiel und 7/8-Slup-Takelung, die im Rahmen des Royal Danish Yacht Club für Juniorenregatten in einer einzigen Saison 1929 gebaut wurde. Ihre Kennzahlen beschreiben eine leichte, steife, schmale Rennjolle mit einem bescheidenen Segelplan und einer Rumpfgeschwindigkeit von knapp über fünf Knoten. Für Sammler oder Liebhaber klassischer Regattabooten bietet sie Stammbaum und Seltenheit; für alle, die Fahrtauglichkeit suchen, bietet sie keine.
Vorteile
- Direkter Vorläufer des Nordic Folkboat, in Auftrag gegeben vom Royal Danish Yacht Club
- Klinkerholz-Konstruktion mit Langkiel und am Spiegel aufgehängtem Ruder
- Steifer, leichter Regattarumpf mit 39,6 Prozent Ballastanteil und einem Kenterungsverhältnis von 1,99
Nachteile
- Produktion im Jahr 1929 beschränkt die Verfügbarkeit auf eine einzige Saison
- Keine Ausstattung für Langstreckenfahrten; als Junior-Regattaboot konzipiert
- Die kleine 14,96 m² große 7/8-Slup eignet sich nur für leichte Crews und Tagestörns






