Johannsen Windmill Kaufberatung
Die Johannsen Windmill auf dem Gebrauchtbootmarkt ist eine 15 Fuß 6 Zoll lange Einheitsklasse-Jolle mit einer Geschichte, die für Käufer von Bedeutung ist: Clark Mills zeichnete sie Anfang der 1950er Jahre als Weiterentwicklung seiner Optimist-Klasse. Die Erwachsenen übernahmen die Klasse, als die Kinder damit nicht mehr zurechtkamen, und die Flotte segelt bis heute mit Holz- und GFK-Booten gemeinsam Regatten. Mit rund 700 gebauten Booten über sechs Jahrzehnte und einigen wenigen Exemplaren, die noch aus den Formen von Tartan Yachts in Painesville, Ohio, kommen, tauchen gebrauchte Windmills eher als regattafertige Daysailer auf als als Fahrtenyachten.
Layouts auf dem Gebrauchtmarkt
Jede Windmill teilt sich denselben schmalen Rumpf mit flachen Seiten und Knickspant, einem Gesamtgewicht von rund 200 Pfund, einer Wasserlinie von 14 Fuß 6 Zoll und einem Steckschwert, das den Tiefgang auf etwa ein halbes Fuß reduzieren lässt. Sie werden sowohl originale Sperrholz-Bausätze als auch spätere GFK-Boote finden, und die Klassenvorschriften halten sie konkurrenzfähig, sodass ein hölzerner Rumpf aus den 1960er Jahren und ein neueres GFK-Boot gleichauf starten können. Es gibt keine Kabine – dies ist eine offene Gleitjolle, sodass unter „Layout“ nur die Decksausrüstung, der Schwertkasten und das Ruder zu verstehen sind, nicht Kojen oder eine Pantry.
Ausrüstung und häufige Upgrades
Die Windmill segelt ohne Spinnaker und trägt ein fractioniertes Rigg ähnlich einer Snipe. Daher konzentrieren sich die sinnvollen Upgrades auf die Langlebigkeit der Segel und die Reaktionsfähigkeit des Ruders. Neuere Boote und Refits zeigen oft ein neu gestaltetes Steckschwert und ein Ruderblatt, die den Rumpf agiler machen. Viele Eigner nutzen Dacron mit vollständig belegten Latten im Top-Battling und schwererem Segeltuch, um die Lebensdauer der Segel über mehrere Saisons zu verlängern. Ein Genua-Pole für Gleiten vor dem Wind ist Standard und keine Option. Abgesehen davon gibt es nur wenige punktuelle Anschaffungen; das Boot ist leicht genug, dass es keine extremen Anforderungen an die Ausrüstung stellt. Aufwendige Umbauten am Motor oder an der Navigation sind weder typisch noch notwendig.
Was zu inspizieren ist
Die Protesthistorie der Klasse ist bemerkenswert sauber – nur zwei Proteste erreichten die Kommission bei über 20 nationalen Meisterschaften. Bei einem gebrauchten Boot sind die praktischen Checks das Steckschwert und das Ruder (insbesondere bei Booten mit dem älteren Profil im Vergleich zur neu gestalteten, direkter reagierenden Version), der Zustand des Knickspants im Bereich, wo der Kiel auf den Knickspant trifft, sowie das Segeltuch und die Baumnische, da ein leichtes Boot diese Teile oft sehr lange benutzt. Ob Holz oder GFK – bestätigen Sie, dass die Formen der Klassenklassiker respektiert werden, damit das Boot in der Flotte regelkonform bleibt. (1)
Verfügbarkeit und Fazit für Käufer
Die Windmill ist eher ein klassenweit verbreitetes Einheitsklassenboot als ein regional konzentriertes Modell. Für einen Käufer lautet das Fazit einfach:
- Entscheiden Sie sich für Holz oder GFK je nach Restaurationsbereitschaft – beide Regattaklassen sind rechtlich gleichgestellt.
- Prüfen Sie das neu gestaltete Steckschwert und Ruder für eine bessere Agilität.
- Inspektionieren Sie Segeltuch und die durchgehenden Oberliekstreben auf verbleibende Lebensdauer.
- Stellen Sie sicher, dass die offenen Beiboot-Ausrüstungen (Fockbaum, Rigg) zur snipelähnlichen Aufstellung passen.
- Treten Sie frühzeitig der Klassengemeinschaft von ca. 90 Mitgliedern bei – sie halten Alt und Neu konkurrenzfähig und heißen Segler im Alter von 70 und 80 Jahren bei jedem Wetter willkommen.
