Ursprung und die Entwicklung der Regeln
Die Erste Regel von 1907 nutzte eine Formel, die Länge in der Wasserlinie, Breite, Unterschiede im Umfang, Segelfläche und Freibord gegeneinander abwog. Das Ergebnis waren relativ kurze Rümpfe von etwa 5,5 bis 6 Metern Länge über alles mit langen Bugsprieten, die die Länge über alles auf rund 9,5 Meter verlängerten, und einer schmalen Breite von fast 1,75 Metern. Diese frühen Gaffelboote trugen 50 bis 60 Quadratmeter Segelfläche und liefen sehr nass, wobei die Seetüchtigkeit begrenzt war. Bis 1914 wurden unter der Regel in ganz Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, England, Italien und Frankreich insgesamt 208 „Sixes“ gebaut. Die Klasse wurde für die Olympischen Spiele 1908 in London bei Ryde und 1912 in Stockholm bei Nynäshamn ausgewählt. Eine Zweite Regel von 1919, entworfen vom Konstrukteur John Anker, um seetüchtige Yachten zu fördern, hob die Strafe für die maximale Breite zugunsten einer Mindestbreite auf und erhöhte die Länge in der Wasserlinie auf 7 Meter, während sich die Verdrängung von 3 auf 4 Tonnen erhöhte. Marconi-Riggs mit etwa 40 Quadratmetern Segelfläche wurden Standard, und neue Nationen wie die USA, Argentinien, Uruguay und Indien schlossen sich der Gemeinschaft an. Die Genua kam 1926 hinzu, da die Segelfläche nach dem Vorsegeldreieck und nicht nach der tatsächlichen Größe des Vorsegels gemessen wurde. Eine Dritte Regel von 1933 brachte tiefere Kiele und geringeren Ballast für mehr Stabilität sowie auftriebsstärkere vordere Rumpfsektionen. (1)
Design und Konstruktion
Die Six Metres sind bei einer Länge von rund 11 Metern oder 36 Fuß konstruktiv ähnlich und sind meist mit einem Bermudan-Rigg, Großsegel und einer überlappenden Genua ausgestattet. Sie wurden wie Rennwagen auf das Wesentliche reduziert, um Gewicht zu sparen. Die Ära der „Moderns“ der 1970er Jahre markierte die Klasse als eine der innovativsten Entwicklungs-Klassen ihrer Zeit: Das Ruder wurde vom Kiel getrennt und effektiver, Heck- und Bugformen änderten sich, und am meisten verbesserte sich der Kiel. Die Klasse hatte bereits von 1908 bis 1952 als olympische Klasse gedient und war ein Testfeld für die America’s Cup 12 Metres. Die Einführung der Twelve Metre im Jahr 1958 belebte das Interesse an den Regeln wieder. (2)
Rigg und Handhabung
Auf dem Wasser ist die Six eine Crew-basierte Regattamaschine: Sie wird mit fünf Personen gesegelt, lässt sich jedoch auch mit kleinerer Crew handhaben und ist ideal in ruhigen Gewässern mit Wind bis zu einer Stärke von 5 Anker. Vor dem Wind werden Flüge mit einem großen Spinnaker absolviert. Das getrennte Ruder aus der Moderns-Ära bot eine präzisere Kontrolle als das frühere angehängte Profil, und die Regel des fairen Wettbewerbs bedeutet, dass ein Käufer ein reinrassiges Regattaboot und keine Fahrtenyacht erwirbt. (2)
Unterbringung
Es gibt keinerlei Anspruch auf Fahrtenkomfort. Die Boote bieten nur wenig Schutz vor der Witterung und verfügen über keinerlei Annehmlichkeiten. Die Unterbringung ist für einen Regattarumpf definitionsgemäß minimal. (2)
Bekannte Schwachstellen
Das größte praktische Manko ist, dass es sich um extrem nasse Boote beim Segeln handelt, was die Crew stets auf alles vorbereiten muss. Frühe Rule-Boote waren in ihrer Seetüchtigkeit explizit eingeschränkt; erst die Änderungen von 1933 brachten spürbare Stabilität und Auftrieb im Vorschiff. (2)
Das Fazit
Die International 6-Meter ist ein lebendiges Museum der Schiffskonstruktion und eine reinen Regatta-Entwicklungsklasse. Ihr Reiz liegt in der Vielfalt der Konstrukteure unter einer festen Regel und einer kontinuierlichen Abstammungslinie von den Olympischen Spielen bis zur Moderne – nicht in irgendwelchen Annehmlichkeiten für den Alltag an Bord.
Vorteile
- Freie Konstruktion innerhalb der Regelung schafft einzigartige, gleichwertige Boote
- Tiefe historische Abstammung von den Olympischen Spielen 1908 bis zur Modernen Wiederbelebung
- Effektives getrenntes Ruder und verbesselter Kiel in späteren Epochen
- Ideal bei Wind bis Stärke 5 mit Genova- und Spinnakerleistung
Nachteile
- Bekannt für nasses Segeln mit minimalem Schutz für die Crew
- Kein Komfort und keine Ausstattung für das Fahrtensegeln
- Frühe Versionen der Rule-Version waren in ihrer Seetüchtigkeit eingeschränkt

