Design und Konstruktion
Chrysler Marine baute die Pirateer 13 aus massivem GFK, wobei der Rumpftyp als Steckschwertjolle vom Typ Dbrd.Dinghy dokumentiert ist. Die Quellen gehen bezüglich der Länge über alles (LOA) auseinander: Das Eignermanual listet das Modell 373 auf, während eine Rezension 3,96 Meter angibt, nicht die manchmal zusammengefassten 13,0 Fuß. Bei einer Wasserlinienlänge von 3,71 Metern weist der Rumpf laut Rezension eine Verdrängung von 227 Kilogramm auf, im Gegensatz zu aggregierten Werten von 300 Pfund. Die Steckschwert-Konfiguration sorgt für einen maximalen Tiefgang von 1,24 Metern und einen sehr geringen Minimaltiefgang bei aufgeholtem Schwert, was das Boot ideal für das Zuwasserlassen und Strandsegeln macht. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 123,84 und die Komfort-Ratio von 6,42 ordnen das Boot fest im leichten, agilen Bereich des kleinen Bootsspektrums ein, fernab der schwereren Lastenträger. (1)
Rigg und Handhabung
Die Pirateer 13 ist als 7/8-Slup getakelt und weist eine angegebene Segelfläche von 8,36 Quadratmetern auf, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 22,89 führt. Diese Werte beschreiben ein Boot, das für sein Gewicht leicht anspringt, wobei das 7/8-Rigg die Takelage vereinfacht, die ein Segler bedienen muss. Das originale Eignermanual bietet Anleitungen zum Aufstellen des Riggs mit Fotos und dokumentiert die vorgesehene Takelung und Trimmung des Bootes, was darauf hindeutet, dass Chrysler erwartete, dass der typische Eigner den Mast ohne Helfer des Werftvertriebs selbst aufrichtet und trimmt. Der Kenterungsverhältnis-Wert von 2,77 entspricht dem eines kleinen, offenen Daysailers, der nicht für Hochseeeinsätze ausgelegt ist. (2)
Ausrüstung und Dokumentation
Die Eignerdokumentation ist mehr als nur ein Handbuch. Sie enthält eine Teilliste und eine Nomenklatur sowie die Dokumentation der mit dem Originalboot gelieferten Ausrüstung. Für eine 13-Fuß-Jolle ist diese Papierspur ungewöhnlich vollständig: Ein Käufer oder Restaurator kann so Originalkomponenten und die Beschreibung des Werfters darüber identifizieren, was das Boot ab Werk ausgestattet hatte.
Das Fazit
Die Pirateer 13 ist ein unkomplizierter, leichter Daysailer mit Steckschwert von einer großen amerikanischen Werft, ausgestattet mit einem 7/8-Slup-Rigg und einer gut dokumentierten Originalkonstruktion. Ihr Reiz liegt in der Einfachheit, dem geringen Gewicht und der Erhaltung eines detaillierten Eignermanuals, das die Selbstversorgung des Eigners erleichtert. Der Kompromiss sind die inhärenten Grenzen einer 13-Fuß-Offshore-Jolle: Keine Unterkünfte, minimale Stabilitätsreserven nach den Maßstäben einer Fahrtenyacht und ein Boot, das für Tagestouren und nicht für längeren Schutz gebaut wurde.
Vorteile
- Solide GFK-Bauweise von Chrysler Marine
- Detailliertes Eignermanual mit Ersatzteilliste, Nomenklatur und Riggsfotos
- Geringe Verdrängung und 7/8-Rigg sorgen für einfaches Handling und Slippen
Nachteile
- Offenes Steckschwertjolle ohne Übernachtungsmöglichkeiten
- Niedriger Kenterungsverhältnis spiegelt die begrenzte Hochseetauglichkeit wider
- Die geringe Größe beschränkt den Einsatz auf geschützte Tagestouren






