Design und Konstruktion
Die Expo 12.5 ist aus handaufgelegtem GFK gefertigt und verfügt über einen einteiligen Rumpf sowie ein einteiliges Deck mit integriertem, weiß lackiertem Antirutschbelag. Der volle Auftrieb ist im Rumpf versiegelt, was das Boot praktisch unversenkbar macht, und die Plicht ist selbstlenzend. Ein aufholbares GFK-Komposit-Ruder vervollständigt das einfache Unterwasserschiff und den Trailer-Profil. Die Werft garantiert für den Gelcoat eine fünfjährige Blasenfreiheitsgarantie. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 3,94 bei einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 39,9 – Werte, die typisch für einen leichten, ballastarmen Gleitdaysailer sind.
Rigg und Handhabung
Das SmartRig-System ist das Herz des Bootes. Es gibt keine Stagen, keine Püttinge und keine Ankerfall; der verjüngte, einteilige Kohlefasermast ist freistehend, an Deck gesteppt und ohne Werkzeug in wenigen Minuten von Hand demontierbar, ebenso wie der Hoyt-Baum. Der drehbare Mast dient gleichzeitig als Reffleine und Rolldrum, sodass das Dacron-Großsegel mit UV-Schutz komplett um den Mast aufgerollt werden kann oder bei zunehmendem Wind teilweise rollgerefft wird. Drei Leinen steuern die Segelfläche, Form und den Winkel. Probefahrer stellten fest, dass eine kleine Einstellung des Unterliekstrimmers (Uthaul) die Profilform des Segels erheblich verändert – es flacht sich bei starkem Wind ab oder öffnet sich bei leichtem Wind vollständig, und das Boot reagiert sofort auf diese Veränderungen. Der Hoyt-Baum führt über dem Kopf durch, sodass die Crew nicht ducken muss, und Tester bemerkten, dass das Catrigg das Boot einmal eingestellt auf den Wind mit überraschender Kraft vorantreibt. (2)
Leistung unter Segeln
Mit 130 Pfund Gewicht und 65 Quadratfuß Segelfläche ist die Expo leicht, aber gegen Regattajollen nicht schnell. Eine zeitgenössische Analyse ergab, dass sie einer Precision 15 fast, aber nicht ganz folgen konnte, während eine Martin 16 mit Spinnaker, ein Laser und eine Sunfish deutlich schneller waren. Der limitierende Faktor ist das Trimmen: Zu viel Spannung im Großsegel ließ das Boot bei leichtem Wind kaum Fahrt machen, während eine lockere Kante von ein paar Zoll im Unterliek etwas am Höhe am Wind einbüßte, dafür aber eine spürbare Geschwindigkeitssteigerung brachte. Die Seitendecks sind breit und für jeden Kurs zum Wind komfortabel geneigt, und der Quersitz in der Plicht bietet einem Anfänger oder Passagier einen sicheren Halt.
Unterbringung und Cockpit
Dies ist ein Daysailer, kein Fahrtenboot, und das Interieur ist entsprechend offen gestaltet. Das Cockpit verfügt über eine Sitzbank über die gesamte Breite hinweg, ideal für einen Crewmitglied, das gerade erst lernt oder einfach nur mitsegelt. Die breiten Seitendecks und der selbstlenzende Boden des Cockpits erleichtern das Segeln im Freizeitbereich und das Einsteigen. Das aufholbare Ruder schützt das Ruderblatt am Strand oder an einer Sliprampe.
Bekannte Schwachstellen
Die fünfjährige Blasenschutzgarantie für den Gelcoat des Werfters ist das einzige zeitlich begrenzte Garantiepunkt, das vermerkt ist, und die Auftriebs- sowie Selbstlenzeigenschaften zeugen von einer Konstruktion, die eine fehlerverzeihende Nutzung ermöglicht.
Das Fazit
Die Catalina Expo 12.5 ist ein bewusst minimalistischer Trailer-Segler, dessen Wert in der sofortigen Einsatzbereitschaft liegt. Das SmartRig eliminiert die üblichen Wartungsarbeiten an einem kleinen Segelboot, und der leichte Carbonmast hält das Gewicht im Rigg niedrig. Sie wird keine Regatta gegen eine Laser gewinnen, aber für einen Lerner oder Eltern, die ein sicheres, unsinkbares und schnell zu segelndes Boot suchen, ist sie ein durchdachtes Konzept.
Vorteile
- Werkzeugloser Mast- und Baumausbau in wenigen Minuten
- Praktisch unsinkbar dank vollständiger Rumpfauflaufkraft und selbstlenzendem Cockpit
- Sofortige Reaktion der Segel auf Ausreiten und Profiljustierung
- Freistehendes Rigg ohne zu wartende Stagen, Püttinge oder Fallen (2)
Nachteile
- Reine Geschwindigkeit liegt weit hinter einer Laser, Sunfish oder Martin 16 zurück
- Erfordert sorgfältige Segeltrimmung; zu straff gespanntes Rigg steht bei leichtem Wind still
- Minimaler Wohnraum außer einer Querbank im Cockpit










