Comet 850 Kaufberatung
Der Kauf einer gebrauchten Comet 850 bedeutet, einen von Finot entworfenen Comar-Slup zu betrachten, der von 1977 bis 1985 gebaut wurde und über 400 fertiggestellte Rümpfe zählt – eine solide Zahl, die die Suche nach einem Boot für das Fahrtensegeln an der Küste realistisch hält. Das rationale Konzept des Bootes, entwickelt, um den Markt mit einem Boot für jeden zu erweitern, prägt auch heute noch das Angebot auf dem Gebrauchtbootmarkt: kompakt, breit und ideal für viele Liegeplätze, anstatt ein luxuriöses Segelboot im klassischen Sinne zu sein.
Layouts auf dem Gebrauchtmarkt
Jede 850 teilt das gleiche Grundkonzept: ein Deckshaus, das sich über die gesamte Vorschiffskabine erstreckt und durch große Fenster belichtet wird, sowie ein Innenraum mit sechs Kojen bei einer Länge von 8,5 Metern und einer Breite von 2,90 Metern. Der im damaligen Fachjargon erwähnte verkleinerte Spiegel bedeutet, dass der Stauraum achtern und die Fläche des Cockpits eher bescheiden ausfallen; Käufer sollten das Deckshaus als Hauptmerkmal und nicht als Schwachstelle betrachten. Da über 400 Boote gebaut wurden, sind die Unterschiede im Layout zwischen den Exemplaren minimal. Daher spielen Zustand und Upgrades eine größere Rolle als die Suche nach einer seltenen Konfiguration. (1)
Ausrüstung und häufige Upgrades
Die Werftangaben listeten einen 110-Liter-Wassertank und einen Farymann-Diesel mit 6/18 PS auf, wobei letzterer das wichtigste Kaufargument darstellt: Seine geringe Leistung eignet sich hervorragend für segelgetriebene Tage, schränkt jedoch die Reichweite beim Motoren ein. Ein Masttopp-Rigg mit 14,50 m² Großsegel, 28,0 m² Genua und 62,0 m² Spinnaker bestimmt den Segelplan, der Ihnen zur Verfügung steht; eine Erneuerung von Segeln und Stoffen sowie die Optimierung des Segeltransports sind typische Investitionen der Eigner, während ein Rigg-Redesign unüblich ist. In den Quellen finden sich weder Generator noch Wassermacher, sodass solche Geräte eher als Zusatz der Eigner denn als Standardausstattung gelten.
Was zu inspizieren ist
Der massive GFK-Rumpf und das Deck der 850 sowie der Bleiballast von 1.100 kg bei einer Verdrängung von 3.000 kg bilden die strukturelle Basis für die Besichtigung. Überprüfen Sie den Wartungszustand des Farymann 6/18 CV Dieselmotors, da sein geringes Leistungsbereich das Risiko von Vernachlässigung deutlicher spüren lässt als ein größerer Motor. Prüfen Sie zudem die Decksschaufelfenster und -dichtungen, da die großen Glasflächen integraler Bestandteil der Vorschiffskabine sind und bei Alterung zu Leckagen führen können. (2)
Verfügbarkeit und Kaufempfehlung
Die über 400 gebauten Einheiten bilden die einzige Grundlage für eine Einschätzung. Bei dem Kauf einer gebrauchten 850 sollten Sie Folgendes prüfen: Das Layout mit der Deckskajüte und den sechs Kojen ist intakt; der Farymann-Diesel läuft einwandfrei mit 6/18 PS; Tankkapazität von 110 Litern und die Option mit 1,30/1,60 m Tiefgang sind bestätigt; die Dichtungen der Decksschleusen sind dicht; das originale 14,50 m² große Großsegel und die 28,0 m² große Genua oder vernünftige Ersatzteile sind vorhanden.
