Design und Konstruktion
Die Cape Dory 14 ist um einen GFK-Rumpf mit einem Schwertkiel als klappbarem Hubkiel herum gebaut. Dies ermöglicht es dem Boot, sowohl geschützte Küstengewässer als auch Binnenseen zu befahren, ohne dass der Tiefgang durch einen klappbaren Kiel beeinträchtigt wird. Die angegebene Breite von 4,25 Fuß bei einer Länge von 14,5 Fuß ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,40. Der Vergleich zeigt, dass dieser Rumpf schlanker ist als 99 Prozent aller ähnlichen Jollen. Vavolotis verfolgte offensichtlich eine deutlich schnellere Rumpfform, die in den Registern eher als „Nadeltyp“ eingestuft wird als als die breite, volumenorientierte Form, die für Freizeitjollen typisch ist. Mit einer Verdrängung von 200 Pfund, 50 Pfund Ballast und einem maximalen Tiefgang des Schwerts von 3 Fuß (0,5 Fuß bei aufgeholtem Schwert) ist das Boot leicht genug, um auf dem Autodach transportiert oder getrailert zu werden, und gleichzeitig stabil genug für seine Klasse. (1)
Rigg und Handhabung
Das Beiboot ist mit einem Gunterrigg ausgestattet, das 85 Quadratfuß Segelfläche bietet, und die Masthöhe sorgt dafür, dass es sich einhand leicht aufriggen lässt. Seine moderate benetzte Fläche und der schmale Vorschiffseintritt belohnen das Ausreiten bei auffrischendem Wind, anstatt durch Kabbelwasser zu stampfen. Die Rumpfgeschwindigkeit von 5,01 Knoten spiegelt eher das lange, schlanke Profil als die Leistung des Segelplans wider. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von fast 32,5 und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 39,77 wirkt der Entwurf bei leichtem Wind schnell und reagiert bei zunehmendem Wind stark auf die Gewichtsverteilung der Crew. Das Absenkungsvermögen von etwa 208 Pfund pro Zoll bestätigt dies praktisch: Dies ist ein Boot, das leicht auf dem Wasser liegt und sofort auf Lastverschiebungen oder Bewegungen der Crew reagiert.
Unterbringung
Als kleine Jolle verfügt die Cape Dory 14 über keine Kabine, Kojen oder geschlossene Unterbringungsmöglichkeiten. Sie ist ein Daysailer für zwei oder drei Personen bei gutem Wetter, wobei der Schwertkasten und das bescheidene Cockpit das nutzbare Innenraumvolumen einnehmen. Die Wasserlinie von 14 Fuß und die Breite von 4,25 Fuß definieren eine schmale, offene Plattform, bei der Platz zugunsten des Geschwindigkeitspotenzials des schlanken Rumpfes aufgegeben wird, anstatt ihn als Komfort zu nutzen.
Bekannte Schwachstellen
Keine strukturellen oder systemischen Mängel sind für dieses Modell bekannt. Der massive GFK-Rumpf und die einfache Schwertkonstruktion lassen kaum etwas außer dem normalen Alterungsprozess des Gelcoats und der Bolzenbeschläge für einen zukünftigen Eigner zu überprüfen.
Refits und Eignerschaft
Der Besitz einer Cape Dory 14 wird durch ihre Einfachheit geprägt. Mit 652 gebauten Einheiten und der Einstellung der Produktion im Jahr 1973 wird die überlebende Flotte durch ein unkompliziertes Rigg und einen Rumpf aufrechterhalten, der kaum mehr verlangt als die übliche Pflege des GFK-Rumpfes. Der kürzere Mast des Gunterriggs erleichtert das Winterlager, und das Hubkiel eliminiert die üblichen Komplikationen beim Transport auf einem Kieltrailer, die bei größeren Booten auftreten.
Das Fazit
Die Cape Dory 14 ist eine bewusst schmale, schnelle kleine Jolle, die Breite und Volumen opfert zugunsten eines Nadelrumpfs, den Vavoloti offensichtlich konstruierte, um seine Konkurrenz abzuhängen. Sie bleibt ein zugänglicher Einstieg in das Trailern von Segelbooten und ein zeitgemäßes Beispiel für das amerikanische Jollendesign der Mitte der sechziger Jahre.
Vorteile
- Schlanke „Nadel“-Rumpfform, die schlanker ist als bei 99 % vergleichbarer Jollen
- Klappbares Schwert für Küsten- und Binnengewässer
- Leichte Verdrängung von nur 200 Pfund mit einfachem Trailern
Nachteile
- Geringe Breite und offenes Layout begrenzen die Zuladung
- Keine geschlossenen Kabinen im Konzept






