C-Yacht 1150 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Frans Maas·2007·Zaadnoordijk Watersport
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
39.27' · 11.97 m
Verdr.
17.196 lbs · 7.800 kg
Erstes Baujahr
2007

Als die niederländische Werft Zaadnoordijk Yachtbuilders im Jahr 2007 die CYacht 1150 vorstellte, brachte sie nicht nur ein neues Modell auf den Markt, sondern verfeinerte eine ganze Philosophie. Entstanden aus der historischen Marke Compromis, wechselte die Werft im Jahr 2001 zum Namen CYacht, um den Übergang zu hochwertigen SemiCustomFahrtenyachten für den HochseeEinsatz zu signalisieren. Entworfen von dem geschätzten niederländischen Konstrukteur Frans Maas, wurde die 1150 als mittleres Schwestermodell zwischen der kleineren 11.00 und dem größeren Flaggschiff 1250i gebaut. Frans Maas nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung im Kompositbereich, um ein Boot zu entwerfen, das sich wie eine vollwertige 40FußBlauwasseryacht verhält und hohe strukturelle Steifigkeit mit außergewöhnlichem Komfort verbindet. Die CYacht 1150 wurde in erster Linie für Paare konzipiert, die Ozeane mit kleiner Crew überqueren wollen. Sie wurde so konstruiert, dass sie den renommierten skandinavischen Werften jener Ära in nichts nachsteht und eine Qualität im CustomBau sowie eine seegängige Leistung bietet, wie man sie bei Großserienbooten nur selten findet.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
39,27 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
32,15 ft
Breite
11,94 ft
Tiefgang
5,91 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
59,88 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
7.055 lbs (Eisen)
Verdrängung
17.196 lbs
Wasserkapazität
85 gal
Kraftstoffkapazität
42 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
773,93 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
18,58
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
41,03
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
231,01
Komfort-Ratio
28,51
Kenterungsverhältnis
1,85
Rumpfgeschwindigkeit
7,6 kn

Designkonzept & Zielsetzung

Die Hauptaufgabe der C-Yacht 1150 bestand darin, eine sichere und leicht zu handhabende Hochseeplattform für Paare auf Langstreckentörns zu bieten. Frans Maas stattete den Entwurf mit einem tiefen V-Profil im Vorschiff aus – eine charakteristische Form, die sich sauber durch kurze, steile Wellen schneidet, um hartes Einsetzen (Slamming) zu verhindern und das Deck trocken zu halten. Um eine hohe strukturelle Festigkeit zu erreichen, setzte Zaadnoordijk auf eine vakuuminfundierte Sandwichkonstruktion unter Verwendung von hochwertigem Vinylesterharz anstelle von traditionellem Polyester. Diese Wahl erhöhte nicht nur die Rumpffestigkeit und die thermische Isolierung drastisch, sondern bot auch einen hervorragenden Schutz gegen Osmose. Schotten und innere Bodengruppen wurden direkt mit Rumpf und Deck laminiert, was zu einer einzigen, enorm steifen Monocoque-Struktur führte. (2)

Während Konkurrenzboote derselben Ära darauf ausgerichtet waren, für den Chartermarkt möglichst viele Kojen in den Rumpf zu quetschen, widmete C-Yacht den Innenraum der 1150 dem Luxus von viel Platz für ein segelndes Paar. Der handgefertigte Teakausbau zeugt von der sorgfältigen niederländischen Handwerkskunst der Werft, mit makelloser Maserung und robusten Beschlägen in Marinequalität. Der Innenraum ist konsequent als Zwei-Kabinen-Layout konzipiert. Das prägende Merkmal des Bootes ist die Eignerkabine achtern, die mit einer auf der Mittellinie angeordneten französischen Doppelkoje (Inselbett) aufwartet – ein Luxus, der bei Booten unter 40 Fuß praktisch unvollstellbar ist. Die Pantry ist tief, sicher und im Durchgang zur Achterkabine positioniert, was einen außergewöhnlich sicheren Arbeitsbereich auf See bietet. Die Priorisierung einer riesigen Eignersuite und einer geräumigen Mittelpflicht führte jedoch dazu, dass die Vorschiffskabine für Gäste und der Salon etwas kompakter ausfallen als bei zeitgenössischen Cruisern mit Achterpflicht und vergleichbarer Länge. (2, 3, 4)

Varianten & Konfigurationen

Während die grundlegende Rumpfform und das Mittelcockpit unverändert blieben, bot C-Yacht den Käufern ein überraschendes Maß an Flexibilität im Semi-Custom-Bereich. Berichten zufolge bot die Werft bis zu 20 verschiedene Layout-Konfigurationen an, die grob unter den Designpaketen „Class“ und „Club“ zusammengefasst wurden. Diese Pakete ermöglichten es den Eignern, die Anordnung des Salons, der Navigationsecke und der Pantry-Stauräume individuell anzupassen, ohne die strukturelle Integrität der Schotten zu beeinträchtigen. (2, 5)

Das Standardrigg ist eine moderne 7/8-Slup-Takelung mit hochwertigem Dyneema-Laufgut, das für eine einfache Handhabung mit kleiner Crew komplett ins Cockpit umgelenkt ist. Dieses Konzept ermöglicht ein großes, leistungsstarkes Großsegel in Kombination mit einer handlicheren, schlanken Fock (High-Aspect), was das Wenden mühelos macht. Für die Leistung auf raumen Kursen wurde das Rigg typischerweise so konfiguriert, dass ein Gennaker an einem Bugspriet gefahren werden kann. (2)

Unter der Wasserlinie verfügt die 1150 über einen hocheffizienten Bleiflossenkiel mit einem Standardtiefgang von 1,80 m (5,91 Fuß). Diese Tiefgangsvariante nutzt ein hohes Ballastverhältnis zur Maximierung des aufrichtenden Moments, während das schlanke Spatenruder für hervorragende Kursstabilität und Manövrierfähigkeit sorgt.

Segelleistung & Handling

Mit einer Verdrängung von 7.800 kg (17.196 Pfund) und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 231,01 ist die C-Yacht 1150 eine Fahrtenyacht mit moderater Verdrängung. Sie nimmt ihren Schwung hervorragend mit durch die Welle und neigt nicht zum Stampfen, das leichtere Großserienrümpfe oft plagt. Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 18.58 zeigt, dass das Boot agil ist und auch bei leichtem Wind eine ordentliche Leistung erbringt, obwohl es seine wahren Stärken erst ausspielt, wenn der Wind über 10 Knoten auffrischt.

Die prägende Leistungseigenschaft der 1150 ist ihre Steifigkeit. Mit einem außergewöhnlichen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41,03 Prozent, bei dem mehr als 3.100 kg Blei tief im Flossenkiel hängen, trägt die Yacht vollbesegelt deutlich länger als ihre Zeitgenossen. Unter Segeln krängt sie bis zu einem stabilen Neigungswinkel und verharrt dort, was zu einem sehr berechenbaren und beruhigenden Segelverhalten führt. Ein Kenterungsverhältnis von 1,85 und ein Komfort-Ratio von 28,51 belegen, dass dieses Boot mit Blick auf Hochseesicherheit und Crewkomfort konzipiert wurde und die strengen Anforderungen der CE-Kategorie A (Hochsee) erfüllt. (2)

Der Steuerstand in der Mittelpflicht bietet eine hervorragende 360-Grad-Rundumsicht, während die Crew hinter einer standardmäßigen, festen Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas geschützt ist. Da das Cockpit direkt über dem Längsdrehpunkt des Bootes positioniert ist, werden die spürbaren Stampf- und Rollbewegungen drastisch minimiert, was die Ermüdung der Crew und das Auftreten von Seekrankheit auf langen Passagen verringert. Unter Motor sorgt der 39 PS starke Yanmar-Motor mit Saildrive und serienmäßigem Faltpropeller für reichlich Schub gegen anstehende Seen und erreicht mühelos die theoretische Rumpfgeschwindigkeit des Bootes von 7,6 Knoten. (2, 4)

Marktübersicht & Wirtschaftlichkeit

Auf dem Gebrauchtbootmarkt erzielt die C-Yacht 1150 einen deutlichen Aufpreis im Vergleich zu Großserien-Fahrtenyachten derselben Ära. Da Zaadnoordijk diese Boote in begrenzter Stückzahl und mit hochwertigen Materialien gebaut hat, sind sie bei anspruchsvollen Fahrtenseglern sehr begehrt und verbleiben selten lange am Markt. Ihr Premium-Status wird dadurch untermauert, dass die Werft nach wie vor aktiv ist. Dies stellt sicher, dass technischer Support, Original-Ersatzteile und Konstruktionsberatung direkt über den Hersteller und das sehr aktive Eignernetzwerk, den C-Yacht Club, leicht zugänglich sind.

Für potenzielle Käufer ist die langfristige Wirtschaftlichkeit einer 1150 äußerst attraktiv, da das Boot seinen Wert außergewöhnlich gut hält. Dennoch sollten Käufer ein Budget für typische Wartungsarbeiten einplanen, die bei hochwertigen Fahrtenyachten dieses Alters anstehen. Der Austausch oder die Wartung von Premium-Komponenten wie die Aktualisierung der Navigationselektronik, der Ersatz älterer Segel oder die Wartung der speziellen Radsteuerung im Mittelcockpit können kostspielig sein. Da die strukturelle Substanz jedoch außergewöhnlich robust ist, ist das Risiko, teure versteckte Mängel im GFK aufzudecken, bemerkenswert gering.

Bekannte Schwachstellen & Wartungstipps

Obwohl die C-Yacht 1150 nach sehr hohen Standards gebaut ist, erfordern bestimmte technische Bereiche bei der Besichtigung vor dem Kauf eine sorgfältige Prüfung:

  • Prüfung des Teakdecks: Viele 1150er wurden mit vakuumverklebten Teakdecks ausgeliefert. Obwohl dieses Vakuumklebeverfahren Tausende von Schraubenlöchern überflüssig macht – was das Risiko von Torf im Decks-Sandwichkern praktisch ausschließt –, wird das Teakholz selbst nach jahrzehntelanger Abnutzung dünner. Käufer müssen die Tiefe der Holzsubstanz und den Zustand der Fugen prüfen, da eine komplette Sanierung des Decks eine sehr arbeitsintensive und teure Investition darstellt.
  • Saildrive-Manschette: Die Yanmar-Maschine arbeitet mit einem Saildrive, der über eine doppelte Gummimanschette abgedichtet ist. Die Standardrichtlinien der Yachtbranche sehen vor, dass diese Gummimanschetten alle sieben bis zehn Jahre ausgetauscht werden sollten. Da der Zugang zum Saildrive ein Arbeiten im engen Motorraum unter dem Cockpitboden erfordert, ist dieser Austausch physisch unhandlich und kann erhebliche Werftstunden nach sich ziehen.
  • Spatenruderlager: Das tiefgehende Spatenruder ist für enorme Steuerkräfte ausgelegt, die direkt auf die selbstausrichtenden Ruderlager übertragen werden. Nach Jahren harter Hochseenutzung können diese Lager Spiel entwickeln. Bei einer Probefahrt sollte der Käufer unter Last auf jegliches „Vibrieren“ oder „Klicken“ an der Radsteuerung achten, was darauf hindeutet, dass die Lager ausgetauscht werden müssen.
  • Zugang zu den Tanks: Um die Gewichtsverteilung zu optimieren, sind die schweren Tanks (160 Liter Kraftstoff und 320 Liter Wasser) zentral in der Nähe des Motorraums unter den Bodenbrettern positioniert. Während dieses Layout ideal für das Segelverhalten ist, erschwert es die Überprüfung der Tankdichtungen und die Reinigung des Kraftstofftanks von Dieselpest, falls die Inspektionsluken vom Vorbesitzer nicht regelmäßig gewartet wurden. (2, 4)

Das Urteil

Die C-Yacht 1150 ist ein Meisterwerk des niederländischen Semi-Custom-Yachtbaus, das Sicherheit, strukturelle Steifigkeit und auf Paare ausgerichteten Luxus über eine hohe Kabinenanzahl stellt. Sie ist ein seltener Fund auf dem Gebrauchtbootmarkt, der im Vergleich zu Standard-Serienbooten einen deutlichen Sprung in der Bauqualität darstellt und ein unglaublich sicheres, komfortables und trockenes Segeln bei rauen Hochseebedingungen bietet. Für ein segelndes Paar, das gerne auf eine dritte Kabine verzichtet, um stattdessen eine großzügige Eignerkabine und ein hervorragend geschütztes Mittelcockpit zu erhalten, ist die 1150 eine außergewöhnliche Langstrecken-Fahrtenyacht, die für die Ewigkeit gebaut ist. (2, 3)

Vorteile

  • Hervorragende niederländische Bauqualität mit vakuuminfundierter Vinylester-Sandwichkonstruktion, die hochgradig osmosebeständig ist.
  • Außergewöhnliche Stabilität und Steifigkeit dank eines hohen Ballast-Verdrängungs-Verhältnisses von über 41 Prozent.
  • Luxuriöse Eignerkabine achtern mit einer für diese Bootslänge seltenen, mittschiffs angeordneten Inselbett-Koje.
  • Sehr gut geschützte, sichere Mittelpflicht mit serienmäßiger Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas direkt über dem Drehpunkt des Rumpfes.
  • Hervorragender Werft-Support und gute Ersatzteilverfügbarkeit durch eine aktive, fortbestehende Werft und eine engagierte Eignervereinigung. (2, 3, 4)

Nachteile

  • Konsequent als Zwei-Kabinen-Layout ausgelegt, was für Segler, die mit größeren Gruppen oder Familien reisen möchten, weniger attraktiv sein mag.
  • Der Salon und die Vorschiffskabine für Gäste sind etwas kompakt, da dem Cockpit und der Eignerkabine viel Platz eingeräumt wurde.
  • Das schlanke Rigg mit hoher Streckung (High-Aspect) und die moderate Verdrängung können das Boot bei leichtem Wind unter acht Knoten etwas träge machen.
  • Vakuumverklebte Teakdecks sind zwar strukturell sicherer als geschraubte Decks, stellen jedoch ein erhebliches finanzielles Risiko dar, wenn sie ersetzt werden müssen.
  • Arbeitsintensive Wartung der Saildrive-Manschette aufgrund des engen Zugangs im zentralen Motorraum. (2, 4)

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