Design und Konstruktion
Barretts Rumpfform ist ein GFK-Einrumpfboot mit einem tiefgezogenen, spatenförmigen Vorsteven und einem geneigten Spiegel, gebaut aus massivem Glas statt eines Sandwich-Laminats. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 35 Prozent und ein Kenterungsverhältnis nahe 2,53 beschreiben ein moderat proportioniertes Küstenboot, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 139,55 eine relativ schwere, leistungsschwache Rumpfform für ihre Länge bestätigt. Ein aufholbares Schwert und ein am Spiegel aufgehängtes Ruder an einer Pinne verleihen ihr die Flexibilität eines Flachwasserschiffs, die typisch für Trailerboote ist, sodass sie dort ankern kann, wo Boote mit Festkiel nicht hinkommen. (1)
Rigg und Handhabung
Die Aquarius 21 ist als 7/8-Slup (fractional sloop) getakelt – ein bermudisches Rigg mit fraktionellen Stagen, das eine Segelfläche von 163 Quadratfuß trägt. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17 und einer Rumpfgeschwindigkeit von rund 5,72 Knoten ist sie eher für gemütliches Küstensegeln als für Geschwindigkeit gebaut. Das PHRF-Durchschnittshandicap von 273 positioniert sie fest im unteren Bereich des Regattenspektrums – ein Wert, der zu ihrer ballastreichen Rumpfform mit kurzer Wasserlinie passt. (1)
Unterbringung
Unter Deck nutzt die Aquarius 21 ein Hubdach (Pop-Up-Cabrio), um Stehhöhe zu gewinnen. Sie bietet Schlafplätze für zwei Personen in einer Doppel-V-Koje im Vorschiff und zwei Achterkojen unter der Plicht im Salon. Die Pantry befindet sich an Backbord direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einem Herd sowie einer Spüle ausgestattet, während die Nasszelle unter der Bug-V-Koje an Backbord untergebracht ist. Die Aufteilung ist kompakt, aber funktional für Wochenendtörns, wobei die Achterkojen den Platz unter dem Cockpitboden praktisch nutzen.
Das Fazit
Die Aquarius 21 ist eine unkomplizierte kleine Fahrtenyacht für das Küstenrevier, deren Reiz in der Vielseitigkeit ihres Flachkiels mit Schwert, der einfachen Außenborder-Motorisierung und dem nutzbaren Schlafplatz-Layout in einem trailerbaren Paket liegt. Sie ist nach Regatta-Standard keine Leistungsmaschine, aber ihre bewährten Proportionen und die guten Wohnverhältnisse machen sie zu einer vernünftigen Wahl als Einstiegsboot oder kleiner Pocket-Cruiser.
Vorteile
- Das aufholbare Schwert bietet einen Tiefgang von nur 30 cm für das Ablegen und das Segeln im Flachwasser
- Kabine mit Hubdach, Doppel-V-Koje und zwei Achterkojen bietet insgesamt vier Schlafplätze
- Einfaches 7/8-Slup-Rigg mit Außenborder für einfache Handhabung
Nachteile
- Die PHRF 273 bestätigt, dass sie im Vergleich zu anderen Regattayachten langsam ist
- Das niedrige Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17 begrenzt die Leistung bei leichtem Wind
- Die kompakte Pantry und die Nasszelle decken nur minimale Ansprüche beim Fahrtensegeln









