Aquarius 21 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Peter Barrett·1969 – 1977·Coastal Recreation Inc.
Aquarius 21 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
7/8-Slup
LOA
21' · 6.4 m
Verdr.
1.900 lbs · 862 kg
Erstes Baujahr
1969

Die Aquarius 21 ist ein 21 Fuß langer GFKEinrumpfer, der von Peter Barrett entworfen und 1969 von Coastal Recreation Inc. auf den Markt gebracht wurde. Die Produktion lief bis 1977, bevor das Modell ausgemustert wurde. Bei einer Länge über alles (LOA) von 21 Fuß, einer Breite von 7,82 Fuß und einer Verdrängung von 1.900 Pfund trägt sie einen Ballast von 665 Pfund und einen Schwertkiel, der bei aufgeholtem Schwert nur 1 Fuß Tiefgang und bei abgesenktem Schwert 4,5 Fuß hat – Werte, die sie zu den leichteren, trailerbaren Küstenkreuzern ihrer Ära machen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
21 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
18,25 ft
Breite
7,82 ft
Tiefgang
4,5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× —
Ballast
665 lbs
Verdrängung
1.900 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
19,5 ft
Unterliek Großsegel
10 ft
Vorsegeldreieck Höhe
18,2 ft
Vorsegeldreieck Basis
7,2 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
19,57 ft
Segelfläche
163 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
35
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
139,55
Komfort-Ratio
9,94
Kenterungsverhältnis
2,53
Rumpfgeschwindigkeit
5,72 kn

Design und Konstruktion

Barretts Rumpfform ist ein GFK-Einrumpfboot mit einem tiefgezogenen, spatenförmigen Vorsteven und einem geneigten Spiegel, gebaut aus massivem Glas statt eines Sandwich-Laminats. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 35 Prozent und ein Kenterungsverhältnis nahe 2,53 beschreiben ein moderat proportioniertes Küstenboot, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 139,55 eine relativ schwere, leistungsschwache Rumpfform für ihre Länge bestätigt. Ein aufholbares Schwert und ein am Spiegel aufgehängtes Ruder an einer Pinne verleihen ihr die Flexibilität eines Flachwasserschiffs, die typisch für Trailerboote ist, sodass sie dort ankern kann, wo Boote mit Festkiel nicht hinkommen. (1)

Rigg und Handhabung

Die Aquarius 21 ist als 7/8-Slup (fractional sloop) getakelt – ein bermudisches Rigg mit fraktionellen Stagen, das eine Segelfläche von 163 Quadratfuß trägt. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17 und einer Rumpfgeschwindigkeit von rund 5,72 Knoten ist sie eher für gemütliches Küstensegeln als für Geschwindigkeit gebaut. Das PHRF-Durchschnittshandicap von 273 positioniert sie fest im unteren Bereich des Regattenspektrums – ein Wert, der zu ihrer ballastreichen Rumpfform mit kurzer Wasserlinie passt. (1)

Unterbringung

Unter Deck nutzt die Aquarius 21 ein Hubdach (Pop-Up-Cabrio), um Stehhöhe zu gewinnen. Sie bietet Schlafplätze für zwei Personen in einer Doppel-V-Koje im Vorschiff und zwei Achterkojen unter der Plicht im Salon. Die Pantry befindet sich an Backbord direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einem Herd sowie einer Spüle ausgestattet, während die Nasszelle unter der Bug-V-Koje an Backbord untergebracht ist. Die Aufteilung ist kompakt, aber funktional für Wochenendtörns, wobei die Achterkojen den Platz unter dem Cockpitboden praktisch nutzen.

Das Fazit

Die Aquarius 21 ist eine unkomplizierte kleine Fahrtenyacht für das Küstenrevier, deren Reiz in der Vielseitigkeit ihres Flachkiels mit Schwert, der einfachen Außenborder-Motorisierung und dem nutzbaren Schlafplatz-Layout in einem trailerbaren Paket liegt. Sie ist nach Regatta-Standard keine Leistungsmaschine, aber ihre bewährten Proportionen und die guten Wohnverhältnisse machen sie zu einer vernünftigen Wahl als Einstiegsboot oder kleiner Pocket-Cruiser.

Vorteile

  • Das aufholbare Schwert bietet einen Tiefgang von nur 30 cm für das Ablegen und das Segeln im Flachwasser
  • Kabine mit Hubdach, Doppel-V-Koje und zwei Achterkojen bietet insgesamt vier Schlafplätze
  • Einfaches 7/8-Slup-Rigg mit Außenborder für einfache Handhabung

Nachteile

  • Die PHRF 273 bestätigt, dass sie im Vergleich zu anderen Regattayachten langsam ist
  • Das niedrige Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17 begrenzt die Leistung bei leichtem Wind
  • Die kompakte Pantry und die Nasszelle decken nur minimale Ansprüche beim Fahrtensegeln

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